Probleme beim Stillen – was tun bei schmerzenden Brustwarzen und anderen Stillproblemen?

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Der lang ersehnte Traum von einem eigenen Kind ist wahr geworden. Das wunderbarste Wesen der Welt wird Teil des eigenen Lebens. Doch ist der völlig hilflose Engel auf Hilfe der Eltern angewiesen und dabei können ungeahnte Probleme beim Stillen auftreten: das Baby trinkt nicht genug, die Brustwarzen der Mutter schmerzen oder entzünden sich gar, Muttermilch wird ausgespuckt oder die Brust wird gar abgelehnt. Was können verzweifelte Eltern tun?

Selbstgeschaffene Probleme beim Stillen

Aufgrund der generationsübergreifend angenommenen Tatsache, dass das Stillen nicht nur die Bindung zwischen Mutter und Baby manifestiert, sondern auch die bestmögliche Ernährung für ein Neugeborenes darstellt, geraten viele Eltern an den Rand der Verzweiflung, bei denen es nicht sofort wie gewünscht klappt. War man in den ersten Tagen noch zu glücklich, um die Anbahnung von Stillproblemen rational zu erkennen, kommt es schnell zu den ersten Frustrationen:

die Brustwarzen der Mutter sind die Dauerbelastung durch das Stillen nicht gewöhnt und erleiden schmerzhafte Verletzungen, die das weitere Stillen schwierig machen. Damit einher geht eine zu geringe Gewichtszunahme des Kindes. Hebammen und Krankenhäuser raten zu Abpumpgeräten, die meist von der Krankenkasse bezahlt und daher dankbar angenommen werden. Nur leider kann diese vorrübergehend Lösung schnell zu einem Problem werden: die Saugtechnik des Neugeborenen wird nicht gefördert und es wird trinkfaul. Die Behandlung der Brustwarzen zieht sich hin und durch das Abpumpen wird zu viel Milch produziert, was der Mutter ebenfalls schmerzen verursacht. Am schlimmsten ist die gesteigerte Frustration über diese Umstände, die den Stresslevel der übernächtigten Familie auf eine harte Probe stellt und sich wiederum negativ auf die Gefühlslagen des Kindes auswirkt. Wichtig: nicht die Geduld und den Mut verlieren. Die meisten jungen Familien machen diesen Prozess durch!

Tipps und Hilfestellung für Probleme beim Stillen

Bevor das Kleine auf der Welt ist macht es hochgradig Sinn, die Brustwarzen der Mutter mit Sonnenblumenöl zu benetzen und regelmäßig zu massieren. Somit wird die Brustwarze an die nahende Belastungsprobe gewöhnt.

Ist das Kleine auf der Welt ist die Stillhaltung enorm wichtig, geht man hier zu einseitig vor, ist die Brustwarze schnell am Limit. Nach jedem Stillvorgang sollte sie mit Muttermilch beträufelt werden, alternativ kann hier auch spezielle Creme Anwendung finden. Eine Lichttherapie mit strahlenneutralem Rotlicht (in fast jeder Drogerie günstig zu kaufen) gilt zudem als sehr effiziente Ergänzung, um den Verheilungsprozess zu beschleunigen bzw. Verletzungen gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Am wichtigsten ist es jedoch, die Ruhe zu bewahren und die Kontinuität nicht zu vernachlässigen. Zeigt man hier Einsatz zahlt sich das in kürzester Zeit aus und man erzielt erste Stillerfolge. Grundsätzlich ist angeraten, mehrere Tassen Tee zu sich zu nehmen, optimaler Weise Fenchel-Anis-Kümmel oder sonstigen Stilltee. So wird die Milchproduktion angeregt. Legt man das Kleine gar nicht mehr an, wird sich die Milchproduktion zurückentwickeln, weshalb Stillen oder Abpumpen in regelmäßigen Abständen absolut wichtig ist.

Die Natur hat es so eingerichtet, dass die Verletzungen an der Brust nach einiger Zeit zurückgehen und sich der Körper an die neue Aufgabe gewöhnt. Bis dahin gilt: Durchhalten.

Hervorragende Arbeit leistet die Stillberatung durch die La Leche Liga. Ist man nervlich am Ende, sollte man den kostenlosen Kontakt suchen.

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