Weg mit dem Smartphone!

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Smartphone KinderJeder kennt das Bild: Der Dreijährige spielt auf dem Klettergerüst, verkündet seinem Papa euphorisch die neusten Kletter-Tricks und der… studiert sein Smartphone. Eine Alltagsszene, die sinnbildlich ist für die moderne Informationsgesellschaft und das Abstellgleis, auf dem sich manch‘ ein Kind so oft wiederfindet.

Natürlich gibt es Stimmen, die argumentieren, dass Kinder mit dieser Technologie aufwachsen und insofern auf die Zukunft vorbereitet werden. Doch bedeutet das auch, dass ein zweijährigeres Mädchen mit dem elterlichen Smartphone oder Tablet schon selbst auf Youtube unterwegs sein sollte? Wo hört die Komponente der Medienkompetenz auf und ab wann ist es letztlich nur die elterliche Faulheit, sich anderweitig mit seinem Kind zu beschäftigen?

Die u. a. vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend initiierte Webseite Schau Hin rät klar davon ab, Kindern unter drei Jahren Zugang zu Smartphones, Tables & Co zu ermöglichen. Und laut FAZ haben Mannheimer Forscher festgestellt: Fast jeder zehnte junge Smartphone-Besitzer ist suchtgefährdet.

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Zu Verboten wird es in naher Zukunft vermutlich nicht kommen, weshalb jedes Elternteil seinen ganz eigenen Beitrag beim Thema Smartphone leisten muss:

  • Andere Formen der Freizeitgestaltung sollten immer Vorrang haben. Ein Buch, ein Spielzeug, Rate-Spiele oder eine spannend erzählte Geschichte.
  • Das Kind sollte sein Smartphone niemals alleine bedienen. Zu schnell können im Internet Inhalte aufgerufen werden, die sich gefährdend auf die Psyche des Kindes auswirken können.
  • Insbesondere bei Besuch oder unter anderen Kindern hat das Smartphone nichts zu suchen.
  • Vorbild sein: Wann immer der Nachwuchs die Eltern bei den typischen Gesten des Smartphone-Nutzens beobachtet, setzt die Vorbildfunktion ein (bzw. aus)

Setzen Sie sich intensiv mit ihrem Partner und Freunden zu diesem Thema auseinander. Sprechen Sie auch mit Kindergarten oder Schule. Es werden inzwischen Fälle bekannt, in denen Lehrer Hausaufgaben über Whatsapp und Facebook verteilen: Das sollten Sie auf dem nächsten Elternabend zur Sprache bringen.

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